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(Fast) dicke Bretter bohren für das THW

340 Abgeordnete besuchen Großveranstaltung "MdB und THW - Vielfalt im Einsatz"

Vorstandsvorsitzender Stephan Mayer, MdB betont dringenden Handlungsbedarf im Bereich Fahrzeugbestand

27.09.2016 Die Herausforderungen an die rund 83.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im THW sind größer geworden. Entsprechend benötigt das THW eine zuverlässige Ausstattung. Das hat der Vorstandsvorsitzende der Stiftung THW, Stephan Mayer, MdB auf der Großveranstaltung „MdB und THW – Vielfalt im Einsatz“, die prominent platziert auf der Freifläche vor dem Paul-Löbe-Haus in Berlin stattfand, betont.

Rund 340 seiner Abgeordnetenkolleginnen und -kollegen aus allen Parteien informierten sich über die breite Wirkung der THW-Familie. Kaum eine andere Veranstaltung im Deutschen Bundestag zieht so viele Politikerinnen und Politiker parteiübergreifend an. Auch die Stiftung THW nutzte das Netzwerk. An einem Infostand mit der THW-Bundesvereinigung e. V., präsentierte sie die Bereiche ihrer Förderarbeit. 

Dabei musste der Bundestagspräsident ein (fast) dickes Brett für das THW bohren.

Vorstandsvorsitzender Stephan Mayer, MdB, (Bild, hinten rechts) ließ es sich nicht nehmen, den Schirmherren der Veranstaltung, Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert, MdB (vorne links) persönlich durch die zwei Veranstaltungszelte zu führen. An zehn Stationen zeigte er im dichten Gedränge dem Bundestagspräsidenten, wie wichtig die Arbeit der Helferinnen und Helfer ist.

Dabei musste der Bundestagspräsident ein (fast) dickes Brett für das THW bohren. Bei der Station des Landesverbandes Sachsen, Thüringen half er mit, ein Mini-Holzhaus aus vorgefertigten Teilen zusammenzubauen. Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes Dippoldiswalde werden das Häuschen als Spielsache für Kinder der Freizeitinsel Riesa spenden.

Einsatzkräfte aus Bayern präsentierten die Leistung des THW in der Flüchtlingshilfe. Mehr als 16.000 Helferinnen und Helfer haben bundesweit seit 2014 vor allem für eine reibungslos funktionierende Infrastruktur in den Unterkünften gesorgt. Zudem unterstützt das THW mit seinen Einsatzkräften seit 2013 im Auftrag der Bundesregierung den Auf- und Ausbau von Flüchtlings- und Transitcamps für syrische Flüchtlinge in der „Autonomen Region Kurdistan“ im Nordirak.

Die Kameradinnen und Kameraden aus Nordrhein-Westfalen veranschaulichten die gemeisterten Herausforderungen während der schweren Unwetter vor allem in Süd- und Westdeutschland. Nach den lokalen Starkregen pumpten Helferinnen und Helfer Keller aus, räumten zerstörte Gebäude sowie verschlammte Straßen und retteten Menschen, die vom Wasser eingeschlossen waren. Das Expertenwissen der THW-Einsatzkräfte war besonders gefragt: Die bundesweit 14 THW-Fachgruppen Brückenbau sind die einzigen zivilen Organisationseinheiten, die zerstörte Brücken ersetzen können. Im bayerischen Simbach am Inn bereiteten die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes mehr als 2,3 Millionen Liter Trinkwasser auf. Damit meisterten sie den größten Trinkwassereinsatz des THW aller Zeiten in Deutschland.

Der Bundestagspräsident Norbert Lammert zeigte sich sehr beeindruckt von der großen Leistung des THW. Das „dauerhafte, bemerkenswerte Engagement“ der Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks ist kaum zu ersetzen, betonte er in seiner Begrüßungsrede. Zudem sei das THW ein „geschätzter Botschafter“ im Ausland.
Informierten sich beim Stand der Stiftung THW: Daniela Ludwig, MdB und Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, MdB.
Diese Leistung ist aber nur mit der entsprechenden Unterstützung von Seiten der Politik aufrechtzuerhalten. Das betonte Stephan Mayer, MdB. Für dieses Jahr ist das THW aufgrund des Bundeshaushaltsplans finanziell und personell gut aufgestellt. Langfristig sieht der Vorstandsvorsitzende jedoch weiteren, dringenden Handlungsbedarf gerade im Bereich des Fahrzeugbestands: „40 Prozent der sich im Dienst befindlichen Gerätekraftwagen sind 25 Jahre und älter“, betonte er. „Wir brauchen eine deutlich bessere Ausstattung. Das ist unser sehnlichster und dringlichster Wunsch.“

Das Interesse ist auf jeden Falls groß: Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, MdB informierte sich ebenso wie Bundesaußenminister Dr. Franz-Walter Steinmeier, MdB. Auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, MdB und Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie zahlreiche Parlamentarische Staatssekretäre waren unter den Gästen.

Text: Stiftung THW / Fotos: Claudia Schur, Ellen Krukenberg, THW-Landesverband Sachsen-Thüringen, Joachim Schwemmer

 

 

 

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